Die Rosemeyers
Das System DKW
Sportchef August Prüssing verzahnt Sport und Serienfertigung
In den frühen dreißiger Jahren ist das DKW-Werk in Zschopau einer der größten Motorradproduzenten weltweit. Bis zu 60.000 Maschinen pro Jahr verlassen die Produktionshallen. Über 10.000 Menschen arbeiten auf dem Werksgelände, das in Gebäude, Linienfertigung, Prüfstände und Forschungseinheiten gegliedert ist.
DKW ist ein industrieller Gigant – und gleichzeitig ein Pionier in der Motorsporttechnik: Innerhalb des riesigen Werkes befindet sich ein Bereich, der vergleichsweise klein ist, aber weit über seine Größe hinauswirkt: die Rennabteilung.
Sie ist einerseits ein geschützter Raum – abgeschirmt von der Serienfertigung, aber eng mit ihr verbunden. Andererseits ist sie die Keimzelle technischer Neuerungen, die später in die Serienproduktion einfließen. Ihre Arbeitsweise hat System:
- permanente technische Entwicklung
- parallele Testläufe
- Fahrer als Entwicklungshelfer
- zügige Umsetzung von Erkenntnissen
August Prüssing leitet die Rennabteilung seit Ende der zwanziger Jahre. Unter seiner Führung entwickelt sich DKW zu einer der stärksten Motorradmarken Europas – nicht nur im Verkauf, sondern insbesondere im Sport. Prüssing verbindet drei Eigenschaften:
- organisatorische Disziplin
- strategische Weitsicht
- technisches Verständnis.
123-456-7890
